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Ladenschlussgesetz und Sonntagsöffnung

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Hartz IV :: Wehrpflicht und Zivildienst sind passé  
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Kelle
DIGtator


Anmeldungsdatum: 07.02.2009
Beiträge: 1958

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BeitragVerfasst am: 25 Nov 2009 0:35    Titel: Ladenschlussgesetz und Sonntagsöffnung Antworten mit Zitat

Sonntagsöffnung - der Schreck für Gewerkschaften und Kirchen. Wer am Sonntag arbeitet, wird in seiner Religionsausübung behindert. Jetzt wird geklagt: http://www.taz.de/1/debatte/sonntazstreit/artikel/1/sonntags-einkaufen-immer
Gerade an den Adventsonntagen, die in Berlin verkaufsoffen sind, stellt sich die Frage, ob man den Sonntag nicht generell freigeben soll.
Überhaupt stellt sich die Frage, inwieweit das Ladenschlussgesetz vonnöten ist. Nicht selten werden Stimmen laut, die eine ersatzlose Abschaffung fordern. Deutschland sei mit seinen rigiden Bestimmungen provinziell. Bereits jetzt gibt es einige Bundesländer, in welchen die theoretische Möglichkeit besteht, dass Läden 24 Stunden offen halten - mit Ausnahme des Sonntags.
Ein Artikel, der bereits zwei Jahre auf dem Buckel hat: http://www.taz.de/index.php?id=berlin-aktuell&art=3128&id=820&cHash=a530ec48bc

Wie auch immer - ich gehe nun erst einmal zur Bank und anschließend in einen Supermarkt in der Nähe, der von Montag, 8 Uhr, bis Sonnabend, 23 Uhr, geöffnet hat. Und bin froh über diese Möglichkeit.

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"I know, it just seemed like the kinda thing a mentally-deranged sex-starved pill-popping housewife would do." (Angels in America)


Zuletzt bearbeitet von Kelle am 25 Nov 2009 12:20, insgesamt einmal bearbeitet
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sandmann03
DIGtator


Anmeldungsdatum: 07.02.2009
Beiträge: 447

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BeitragVerfasst am: 25 Nov 2009 4:03    Titel: Antworten mit Zitat

Natürlich ist es fein wenn man um 1.00 Uhr noch was im Supermarkt holen kann weil man gerade unglaublichen Bock auf was Süßes oder sonst was hat. In Amerika konnte man dies gut genießen.

Wenn durch die zusätzlichen Öffnungszeiten auch weitere Arbeitsplätze geschaffen werden lasse ich das alles einreden. ABER: Als damals die Öffnungszeiten des Europarks (is n shopping-center) auf 9 Uhr Abends ausgeweitet wurden, wurde die neu hinzu kommende Arbeitszeit in den meisten Geschäften auf alle bestehenden Angestellten aufgeteilt. Interspar hat kurz darauf sogar soviel Personal gestrichen das eine aus dem Büro helfen musste Obst ins Regal zu räumen. Rolling Eyes

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natürlicher Widerstand !
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Merlin
Referent


Anmeldungsdatum: 29.07.2009
Beiträge: 119

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BeitragVerfasst am: 25 Nov 2009 10:26    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Wenn durch die zusätzlichen Öffnungszeiten auch weitere Arbeitsplätze geschaffen werden lasse ich das alles einreden.


Genau da liegt das Problem, neues Personal wird in der Regel nur eingestellt wenn es sich im Verhältniss zu Überstundne rentiert.

In der momentanen wirtschaftlichen Lage würde ich eine Entwicklung in diese Richtung als höchst gefährlich sehen.
Durch das Wort "Krise" war es sogar möglich die Politik zur Exektutive der Wirtschaft zu machen, in solchen Zeiten wird aber auch die Ressource Mensch übermäßig beansprucht, und der Widerstand tendiert, durch das im Raum klingende Wort "Kündigung", gegen Null.

Ökonomische Entscheidungen werden rein mathematisch getroffen und in Formeln und Funktionenen findet Menschlichkeit nun mal keinen Platz.

Ich bin also gegen das ersatzlose Streichen von Ladenschlussgesetz und der Sonntagsöffnung, das würde ich erst befürworten wenn davor eine ausgereifte Lösung in Sachen Arbeitnehmerschutz am Tisch liegt.
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Kelle
DIGtator


Anmeldungsdatum: 07.02.2009
Beiträge: 1958

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BeitragVerfasst am: 25 Nov 2009 12:19    Titel: Antworten mit Zitat

Interessant ist ja, das auch hier das bedingungslose Grundeinkommen der Schlüssel zum Erfolg wäre. Dann hat jeder die Freiheit, zu sagen, an Sonntagen arbeiten gehen zu wollen oder eben nicht. Dasselbe gilt auch in den nächtlichen Stunden etc. Überhaupt wären die Hälfte aller innenpolitischen Querelen, wie Nullrunden bei der Rente usw., mit einem Schlag überflüssig.
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Kelle
DIGtator


Anmeldungsdatum: 07.02.2009
Beiträge: 1958

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BeitragVerfasst am: 01 Dez 2009 23:33    Titel: Antworten mit Zitat

Die Kirchen haben sich zum Teil durchgesetzt.

Ich kann den Artikel leider nicht öffnen, aber der erste Absatz klingt interessant: http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Adventssonntage-Ladenoeffnung;art141,2964812
Ein Kommentar der taz: http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/lasst-die-mehrheit-entscheiden

Hier ausführliche Artikel: http://www.netzeitung.de/politik/deutschland/1525461.html
http://www.netzeitung.de/wirtschaft/unternehmen/1525679.html

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jutz
Referent


Anmeldungsdatum: 18.03.2009
Beiträge: 434
Wohnort: in einem Fass auf drei Bergen

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BeitragVerfasst am: 02 Dez 2009 0:49    Titel: Antworten mit Zitat

ich finde am Sontag geöffnete Geschäfte unnötig
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Kelle
DIGtator


Anmeldungsdatum: 07.02.2009
Beiträge: 1958

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BeitragVerfasst am: 02 Dez 2009 2:56    Titel: Antworten mit Zitat

Ich nicht. Ich nutze das auch rege.
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yellow_submarine
DIGimon


Anmeldungsdatum: 10.02.2009
Beiträge: 767

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BeitragVerfasst am: 02 Dez 2009 16:51    Titel: Antworten mit Zitat

Versteh natürlich, dass man auch sonntags shoppen will. Mich würd das Urteil und die Begründung zu dem Verbot interessieren. Was die Medien dazu bringen ist leider Schrott, die beiden Kommentare viel zu undifferenziert...
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Kelle
DIGtator


Anmeldungsdatum: 07.02.2009
Beiträge: 1958

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BeitragVerfasst am: 02 Dez 2009 17:58    Titel: Antworten mit Zitat

Die Kommentare sind gar nicht so undifferenziert, eben weil die Begründung es ist. Man werde bei so vielen Sonntagsöffnungen in seiner Religionsausübung behindert. Als ob die alle in die Kirche rennen würden. Die Religionsfreiheit im Grundgesetz wird immer absurder.

Heute titelte eine Boulevardzeitung:
Zitat:
Richter machen Berlin zur Provinz!

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Sepulchre
Referent


Anmeldungsdatum: 08.02.2009
Beiträge: 453
Wohnort: im Wunderland

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BeitragVerfasst am: 02 Dez 2009 23:44    Titel: Antworten mit Zitat

ich hab in england auch die sonntagsöffnungen genutzt und hab das sehr genossen. sonntags war der tag für mich an dem ich shoppen gehen konnte, entspannen und mit freunden treffen noch mehr als samstags
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Kelle
DIGtator


Anmeldungsdatum: 07.02.2009
Beiträge: 1958

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BeitragVerfasst am: 02 Dez 2009 23:58    Titel: Antworten mit Zitat

Sonnabende sind sowieso schon wie die üblichen Werktage. Bis 20 Uhr haben die meistens offen. Aber gerade Supermärkte finde ich sonntags sehr praktisch. In Großbritannien ist das sowieso kein Thema - zum Glück.
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jutz
Referent


Anmeldungsdatum: 18.03.2009
Beiträge: 434
Wohnort: in einem Fass auf drei Bergen

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BeitragVerfasst am: 03 Dez 2009 0:14    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin in Madrid auch in den "Genuss" von 24h-shops und 7-Tage-Woche gekommen und finds trotzdem schlecht. Und wie gesagt unnötig, wenn man ein bisschen was im Hirn hat kann man wohl für einen Tag vorausplanen. Notfalls gibts bei uns ja auch die Tankstellen, teurer, aber selber Schuld.

Die Leute die in den 24h-Shops arbeiten find ich einfach nur arm. Und zu sagen, das bedingungslose Grundeinkommen würde eine freie Entscheidung bringen ist eine Milchmädchenrechnung, sie wären noch immer das unterste Glied in der Kette und würden noch immer dort arbeiten - weil sie nicht anders könnten.
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Kelle
DIGtator


Anmeldungsdatum: 07.02.2009
Beiträge: 1958

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BeitragVerfasst am: 03 Dez 2009 0:29    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist eine durch und durch verplante Argumentation. Erstens sind ja nicht alle, sie am Sonntag arbeiten, schlecht bezahlt und vielen ist das sogar lieber.
Und wer 1000 Euro jedes Monat aufs Konto bekommt und sich nicht wehren kann, sonntags zu arbeiten, ist, mit Verlaub, schlichtweg unmündig.

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Merlin
Referent


Anmeldungsdatum: 29.07.2009
Beiträge: 119

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BeitragVerfasst am: 03 Dez 2009 14:10    Titel: Antworten mit Zitat

Dass arbeiten am Sonntag nicht schlecht bezhalt wird ist wohl eher vereinzelt, das ist derzeit eine Wunschvorstellung, aber das Grundeinkommen würde den Preis dafür in die Höhe treiben (da es in der Natur der Sache liegt, dass dadurch auch der Arbeitsmarkt durch Angebot und Nachfrage bestimmt würden).

Ich muss mich hier etwas auf jutz's Seite stellen, und zwar insoweit, dass die Tatsache dass zumindest Sonntags geschlossen bleibt doch auch viel zum Organisationsvermögen der breiten Bevölkerung beiträgt.

Je weniger wir im Laufe des Tages/der Woche denken müssen, umso eher verlenen wir denken.
Die Sonntagsöffnung trägt rein zur Bequemlihckeit bei, und ich finde wir sollten uns den Luxus gönnen das Hirn doch hin und wieder einzushclaten.

Durch solche und ähnliche Maßnahmen geht der Bevölkerung der Verstand und das Vermögen zum logsichen Denken verloren.

Zitat:
Und wer 1000 Euro jedes Monat aufs Konto bekommt und sich nicht wehren kann, sonntags zu arbeiten, ist, mit Verlaub, schlichtweg unmündig.


Nun ja es gibt durchaus Fälle in denen es so aussiet und ich würde es nicht wagen jemanden als unmündig zu beschimpfen, der vor der Entscheidung zwischen Armut und Odachlosigkeit sich doch dem Kampf stellt und auch für 1000€ sonntags arbeitet. Ich würde im ganz im Gegeneteil Respekt zukommen lassen.
Dass das ungerecht ist ist keien Frage doch unser derzeitiges System ist nich auf Gerechtikeit sondern auf Wirtschafltichkeit ausgelgt.
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Kelle
DIGtator


Anmeldungsdatum: 07.02.2009
Beiträge: 1958

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BeitragVerfasst am: 03 Dez 2009 14:30    Titel: Antworten mit Zitat

Nun muss man aber an all jene Branchen denken, wo am Sonntag gearbeitet wird. Ich rede hier nicht nur vom Einzelhandel. Nun kann man sagen, dass in der Gastronomie auch schlecht bezahlt wird, aber das ist ja dann nicht nur sonntags so.
Das Argument der Organisation kann ich allerdings nachvollziehen, sehe aber darin eine Entmündigung und Bevormundung, denn warum gilt das dann nicht für all die Leute, die sonntags arbeiten?
Und bei den 1000 Euro hast du mich falsch verstanden: Ich spreche vom BGE. Mit 1000 Euro auf der Kante muss ich nun, wenn es mir denn so wichtig ist, auch nicht am Sonntag arbeiten. Bzw. generell einer Erwerbsarbeit nachgehen.
Mit dem BGE kann man ja auf gleicher Augenhöhe mit dem Arbeitgeber eine Vereinbarung aushandeln.

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