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DIGDegeneriert und dekadent. Ubiquitär und omnipräsent.
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Kelle DIGtator

Anmeldungsdatum: 07.02.2009 Beiträge: 1958

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Verfasst am: 09 Feb 2010 1:53 Titel: Würde |
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Im Rahmen der heutigen Geistesschulung in der BbG stellten wir uns erneut der Idee des liberalen Bürgergeldes. Die FDP argumentiert:
| Zitat: | Schon im persönlichen Umfeld ist festzustellen, dass Hilfeleistungen von den meisten Menschen
nicht als grundsätzlicher Anspruch an die Gesellschaft verstanden werden. Jeder Mensch
ist zunächst bemüht, sich nach eigenen Kräften und Möglichkeiten selbst zu helfen. Hilfe anzunehmen,
ist für viele sogar eher peinlich und entwürdigend. Dies ist schon bei Kleinkindern zu
beobachten, die stolz eigene Fortschritte präsentieren und auch noch bei alten Menschen, die
oft noch über ihre Kräfte hinaus den Einsatz fremder Hilfe ablehnen. Dieser Begriff der Würde
hält die Gesellschaft zusammen und schafft auch Vertrauen. Vertrauen, dass im wirklichen
Notfall die Gemeinschaft ausnahmsweise in Anspruch genommen werden kann und diese dann
auch selbstverständlich hilft. |
Hört sich an wie bei einer Versicherung. Im Schadensfall, gemäß der Subsidiarität, tritt die Gesellschaft für ihre schwächsten Glieder ein. Ansonsten nicht. Und wenn es darauf ankommt, soll man also Vertrauen haben.
Doch dann wurde das Thema Würde behandelt. Was ist Würde, wie definiert man Würde? Welche Sachen sind entwürdigend? Ist Betteln gemäß der FDP-Logik nicht entwürdigend, weil man nicht dem Sozialamt auf der Tasche liegt? Oder aber gerade doch, weil man wieder die Gesellschaft belastet? Empfinden wir Fremdbestimmung als entwürdigend? Was ist mit Selbstmitleid? Die Indianer meinten, Jammern sei entwürdigend. Ein spannendes Thema. Denkt doch mal darüber nach - was bedeutet für euch Würde? Was für jeden Einzelnen? Wann fühlt ihr euch eurer Würde beraubt? _________________ "I know, it just seemed like the kinda thing a mentally-deranged sex-starved pill-popping housewife would do." (Angels in America) |
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sandmann03 DIGtator

Anmeldungsdatum: 07.02.2009 Beiträge: 447

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Verfasst am: 04 März 2010 3:22 Titel: |
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Würde bedeutet für mich vor allem, man nimmt mich als "Individuum" (wie individuell wir wirklich sind ist freilich ein anderes Thema) wahr.
Obwohl ich nur ein Mensch unter vielen bin, verfüge ich über einen ganz eigenen Charackter, sowie über Fähigkeiten und über Wissen, welche/s sich erst durch meine Erfahrungen in der Vergangenheit bildete.
(Man vergesse an der Stelle nicht das kollektive Gedächniss unserer Spezies, sowie die Tatsache das selbst unsere Gedanken in unseren Zellen gespeichert und weiter vererbt werden - viell. ist dies ja sogar das selbe)
In dem Maße, in dem ich mich frei bewegen und mich in die Gesellschaft einbringen kann, in dem Maße nimmt man mich und meine Geschichte ernst. Und in dem Maße kann ich auch Verantwortung übernehmen.
Mit Würde assoziere ich vor allem Freiheit, auch die Freiheit mich entwickeln zu können. Mit einem Grundeinkommen brächte man mir somit das Vertrauen entgegen, welches mir als Mensch an und für sich zusteht. _________________ natürlicher Widerstand ! |
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