DIG

DIG

Degeneriert und dekadent. Ubiquitär und omnipräsent.

 FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   BenutzergruppenBenutzergruppen   RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin 

Beschränkungen der Managergehälter?


 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen   printer-friendly view    DIG Foren-Übersicht -> Politik Österreich
Die Geister die ich rief, werd ich nun nicht los :: Hartz IV nun auch in den Alpen  
Autor Nachricht
sandmann03
DIGtator


Anmeldungsdatum: 07.02.2009
Beiträge: 447

blank.gif
BeitragVerfasst am: 22 Feb 2009 19:10    Titel: Beschränkungen der Managergehälter? Antworten mit Zitat

Nachdem Barack Obama die Managergehälter von Firmen die auf staatliche Hilfe angewiesen sind auf 500.000 US-Dollar beschränkte, fangen auch hierzulande Politiker an, über eine solche Beschränkung nachzudenken.
Die Grünen verlangen eine Deckelung per Gesetz, indem Firmen welche auch bei uns um Staatshilfe betteln nicht mehr als 285.000 Euro kassieren dürfen, aber auch andere Spitzenmanager nicht mehr als 500.000 Euronen. Die FPÖ hingegen fordert, das Manager von Betrieben und Firmen die sich durch Steuergelder über die Krise hinwegretten wollen, generell nicht mehr als ein Bundeskanzler verdienen sollen.

Klar ist allerdings auch, das die ÖVP dagegen hält und argumentiert, Politik darf sich nicht in privat geführte Betriebe einmischen, und kann es auch nicht. Auch die SPÖ ist dem skeptisch gegenüber gestelllt.

Was meint ihr dazu? Sind Monatsgehälter von Konzernbossen in Millionenhöhe legitim? Dürfen Manager über sogenannte "goldene Fallschirme" verfügen? Und was sagt ihr dazu, dass diese auch mit riesigen Aktienpaketen und Bonusleistungen ausgestattet werden, wenn sie groben Mist bauen und zum Rücktritt gezwungen werden?
Gibt es Argumente dafür, dass die Gehälter von Konzernleitern über das 50, teilweise sogar das 100 fache höher sind, als die eines "normalen" Angestellten?

_________________
natürlicher Widerstand !
Nach oben
Kelle
DIGtator


Anmeldungsdatum: 07.02.2009
Beiträge: 1958

blank.gif
BeitragVerfasst am: 22 Feb 2009 20:09    Titel: Antworten mit Zitat

Nein, gibt es nicht, zumindest keine stichfesten. Klar ist, dass Manager ihr Geld verdienen dürfen und das sollte angemessen und hoch sein. Ich bin nicht dafür, gerechtfertigte Gehälter für Manager oder auch Politiker zu kürzen, aber das Hundertfache eines normalen Angestellten zu verdienen ist skurril, absurd und schürt nur den Hass gegen "die da oben".
_________________
"I know, it just seemed like the kinda thing a mentally-deranged sex-starved pill-popping housewife would do." (Angels in America)
Nach oben
identichrisi
Trittbrettfahrer


Anmeldungsdatum: 08.02.2009
Beiträge: 59

blank.gif
BeitragVerfasst am: 24 Feb 2009 22:46    Titel: Antworten mit Zitat

Da bin ich genau Kelles Meinung. Durchsetzen könnte man diese Grenze über eine Steuer, wie es sie bei den Aufsichtsratsvergütungen schon gibt. Egal wieviel Aufsichtsratsvergütungen eine Firma ihren Aufsichtsräten zahlt, diese sind nur zu 50% von der Steuer absetzbar. Das könnte man auch problemlos für Firmen ab einer gewissen Größe einführen, die Frage ist, ob man einen Faktor zur Lohnsumme nimmt oder ob man es wie bei den Aufsichtsratsvergütungen regelt. Durch diese steuerkiche Strafe wird es sich jeder Konzern überlegen, wie viel Managergehälter er zahlt.
Nach oben
sandmann03
DIGtator


Anmeldungsdatum: 07.02.2009
Beiträge: 447

blank.gif
BeitragVerfasst am: 20 Okt 2009 23:02    Titel: Antworten mit Zitat

http://wien.arbeiterkammer.at/online/was-manager-verdienen-39566.html

Wann ist hier eigentlich die Schmerzgrenze erreicht??

_________________
natürlicher Widerstand !
Nach oben
Merlin
Referent


Anmeldungsdatum: 29.07.2009
Beiträge: 119

blank.gif
BeitragVerfasst am: 28 Okt 2009 21:22    Titel: Antworten mit Zitat

Die gibt es nicht, zumindest nicht nach oben.

Dank dem freien Kapitlismus.

Wenn ein Betreib Staatliche Hilfe in Anspruch nehem will würde ich als Staat die Bedingug stellen bis zum Ausgleich der Hilfe mit 51% Mitspracherecht am Betrieb beteiligt zu sein, dann ist die Beschränkung der Managergehälter gar kein Problem.
Und so manche Firma würde sich den Schrei nach staatlicher Hilfe nochmals überlegen und nicht aus reiner Vorsorge diese in Anspruch nehmen.
Nach oben
sandmann03
DIGtator


Anmeldungsdatum: 07.02.2009
Beiträge: 447

blank.gif
BeitragVerfasst am: 14 Jul 2010 12:41    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Anfang 2005 rühmte sich BP, drei Millionen Dollar für die Opfer der Tsunami-Flut gespendet zu haben. Das ist in etwa das, was der Konzern in 2,5 Stunden an Gewinnen schreibt. BP-Chef Lord Browne verdiente 2004 übrigens mehr als das Dreifache.


Weil ich es gerade in einem Buch gelesen hab. Und weil das Thema nun wieder völlig von der politischen Bühne verschwunden ist. Und weil Obama sich weigert, Banken an den Kosten der Krise zu beteiligen.

_________________
natürlicher Widerstand !
Nach oben
identichrisi
Trittbrettfahrer


Anmeldungsdatum: 08.02.2009
Beiträge: 59

blank.gif
BeitragVerfasst am: 23 Aug 2010 13:30    Titel: Antworten mit Zitat

Nun, das Menschen gierig sind, liegt leider in unseren Instinkten. Wenn man sich die Entwicklung anieht, dann beobachtet man, dass "früher" ein Konzernverantworklicher das 6-12 fache eines einfachen Arbeiters verdiente. Heute ist es nochmal das 10fache (also 60 bis 120 mal so viel). der Mensch rafft überall dort zusammen wo er kriegen kann.

Da ich auch beruflich manchmal mit solchen menschen zu tun habe, weiss ich, dass man mit einkommen dieser Größenordnung jegliches Gefühl für Geld und Größenverhältnisse verlieren. so liess sich zum Beispiel einer dieser Menschen einreden, dass ein halber Liter Milch 4 euro kostet (die differenz streichte stets die "kleine Angestellte" ein). An diesem Beispiel sieht man auch, dass alle, also auch die "kleinen" dort zusammen raffen, wo sie kriegen können, auch wenns nur die 3,40 Differenz auf eine gefakte Milchrechnung ist.

Leider sehe ich keine andere Möglichkeit als diese Gier irgendwie durch Gesetze einzuschränken. d.h. steuerliche Bestimmungen, die es wesentlich unattraktiver als bisher machen Managern Riesengagen zu zahlen (etwa dadurch, dass man ab einer bestimmten Höhe besteuert. Bei Aufsichtsratsbezügen ist das in Österreich bereits der Fall, 50% dieser Bezüge sind steuerlich keine Ausgabe). andererseits muss man auch davon abhalten, ständig alles was geht auszuschütten. Ein teil des Kapitals MUSS im Unternehmen verbleiben, weil jeder Manager der nicht nach der "Und hinter mir die Sintflut"-Methode arbeitet einsehen muss, dass für schlechte Zeiten, so weit entfernt diese auch sein mögen, irgendwo rücklagen zu bilden sind.
Nach oben
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen   printer-friendly view    DIG Foren-Übersicht -> Politik Österreich Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht posten
Du kannst Dateien in diesem Forum herunterladen





Hosted by Foren-City