Kelle DIGtator

Anmeldungsdatum: 07.02.2009 Beiträge: 1958

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Verfasst am: 11 März 2009 19:32 Titel: "Wir sind nicht das Arschloch von Berlin" |
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Das Kottbusser Tor ist ein Problemkiez. So weit, so altbekannt. Der Bahnhof Zoo ist weitgehend clean, nun wird am Kotti gedealt und gefixt. Es gibt auch einen öffentlichen Drogenkonsumraum. Für weiteren Zündstoff sorgen die Migranten, deren Anteil man auf 55 Prozent einschätzt.
Doch in den letzten Monaten scheint die Situation endgültig zu eskalieren. Unlängst demonstrierten Linke gegen die "Yuppieisierung" der Gegend - man befürchtet eine Gentrifizierung, die alteingesessene und weniger gut verdienende Bewohner wie in Pranzlauer Berg oder in Teilen von Mitte verdrängen würde. Daher wollen diese Demonstranten die Drogenabhängigen am Kotti behalten.
Einen aktuellen Artikel gibt es in der zitty nachzulesen, einfach hier klicken. Einige Auszüge aus dem Artikel:
| Zitat: | | Seit rund 30 Jahren ist die Gegend rund ums Kottbusser Tor Drogenumschlagplatz. Der Kiez hat das ertragen, es gibt genug andere Probleme. Doch seit kurzem droht das Problem zu eskalieren. |
| Zitat: | | Freitagabend, Festsaal Kreuzberg. Die Bürgerinitiative hat zur Podiumsdiskussion geladen. Das ursprüngliche Motto „Wir sind nicht das Arschloch von Berlin“ änderte man noch in „Für ein lebenswertes Kreuzberg – Drogen weg vom Kottbusser Tor“. Für dicke Luft ist gesorgt. Rund 250 Menschen sind gekommen, um mit den Vertretern von FDP, SPD, Linken und Grünen über deren Lösungsvorschläge zu diskutieren. |
| Zitat: | | Gruner bestätigt, was man von vielen hört: „Die ganze Szene ist jünger und aggressiver geworden. Kinder werden als Drogenkuriere benutzt, vor ihren Augen wird gedealt, gespritzt. Und die Polizei lacht uns aus, wenn wir anrufen und sie um Hilfe bitten. Die trauen sich nämlich auch nicht her.“ |
| Zitat: | | Menzel ist klar: Die Drogenszene am Kotti besteht aus denen, die schon ganz weit runtergerutscht sind. „Sonst würden sie sich nicht in den Fokus der Polizei begeben, wo sie ständig Repressalien befürchten müssen.“ Dass sich das Problem mit mehr Polizeipräsenz allein nicht lösen lässt, weiß auch Menzel. Dennoch gibt es zunächst mehr Streifen. |
| Zitat: | Manche demonstrieren, manche werfen Farbbeutel, andere zerstechen Reifen oder zünden gar Autos an. Diese radikalen Gruppierungen – wenn es denn Gruppierungen sind – wurden neulich in einem Fernsehbeitrag als „Kiezpolizei“ bezeichnet. Ein junger Autonomer findet das „total scheiße“. Es gehe nicht darum, „jemanden einzuknasten“, sondern den „Speckis“, den Spekulanten, zu zeigen, dass sie hier nicht erwünscht sind.
„Farbbeutel schmeißen finde ich völlig in Ordnung“, sagt ein drahtiger Junge mit kurzen Haaren und Antifa-T-Shirt. „Zum Beispiel gegen die hochpreisigen Neubauprojekte, die derzeit an jeder Ecke aus dem Boden sprießen.“ Darunter sind Luxushäuser wie das sogenannte Car Loft in der Reichenberger Straße. Dort kann jeder mit seinem Auto per Fahrstuhl direkt auf den Balkon seiner Wohnung fahren. „Wer braucht sowas?“, fragt eine junge Frau und gibt sich die Antwort gleich selbst: „Typen, die in SO36 überhaupt nix verloren haben.“ |
_________________ "I know, it just seemed like the kinda thing a mentally-deranged sex-starved pill-popping housewife would do." (Angels in America) |
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